Werders Regionalliga-Handballerinnen feierten einen nie ernsthaft gefährdeten 23:13 (9:8)-Auswärtserfolg beim Bremer Mitbewerber TuS Komet Arsten und festigten damit auf Rang fünf ihren Startplatz in der neuen 3. Liga, während der Gegner, der auf den drittletzten Rang zurückfiel, nun ein kleines Wunder braucht, um dem Abstieg noch zu entgehen.
Dabei konnten sich die Grün-Weißen nach dem 6:0-Traumstart (Werder-Torhüterin Meike Anschütz musste erst nach elf Minuten den ersten Gegentreffer hinnehmen) sogar eine etwa 20-minütige Auszeit im Angriff leisten, ohne in Rückstand zu geraten. Denn die Defensive glich wie in den vergangenen Wochen einem Bollwerk und ließ den Arster Angriff zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. Lediglich die bärenstarke TuS-Torhüterin Inga Heinrich, die als Einzige in ihrem Team Regionalliga-Niveau nachwies, verhinderte eine höhere Werder-Führung und sorgte im Alleingang dafür, dass es nach 40 Minuten nur 12:11 für die Gäste-Mannschaft um Trainer Radek Lewicki stand.
Doch dann zog Werder das Tempo wieder an, schloss wieder deutlich konzentrierter ab und gestattete den Gastgebern in den letzten 20 Minuten nur noch zwei (!) Treffer. Auch zahlreiche Auswechslungen bei den Grün-Weißen sorgten nicht für einen Bruch im Spiel, stattdessen wurde die Führung kontinuierlich ausgebaut.
Besonders beeindruckend: Die Werderanerinnen ließen sich weder durch die Provokationen im Hallenheft noch durch die Beschimpfungen der gegnerischen Zuschauer aus der Ruhe bringen, sondern konzentrierten sich – im Gegensatz zum Gegner – zu 100 Prozent auf den Sport und die eigene Leistung und verdienten sich damit die Anerkennung ihrer zahlreichen Fans auf der Tribüne.
Hier der Spielbericht des
Kurier am Sonntag,
der die wahren Kräfteverhältnisse allerdings nur unzureichend wiedergibt.